Das Vanadium, ein revolutionäres Metall, das noch weitgehend unbekannt ist

Vanadium, ein noch sehr wenig bekanntes Metall, könnte gut das « Metall von morgen » sein: es könnte insbesondere den Bereich der erneuerbaren Energien revolutionieren. Alle Details zu diesem geheimnisvollen Metall, dessen Potenzial wirklich immens und unvermutet ist.

Ein Blick auf Vanadium

Vanadium ist ein weißes und glänzendes Metall, das in gebundener Form in bestimmten Erzen vorkommt. Es wird aus der Verarbeitung von Eisen-, Kupfer-, Blei-, Zink- und Uranerzen oder durch die Aufbereitung von Rohölen gewonnen. Seine Besonderheit liegt darin, dass es ein hartes Metall ist, das sich jedoch plastisch verformen kann, ohne zu brechen.

Eine weitere Besonderheit des Vanadiums : seine Schönheit ist so groß, dass es nach Vanadis, der skandinavischen Göttin der Schönheit, die besser unter dem Namen Freyja bekannt ist, benannt wurde. Sobald es extrahiert und dann in Wasser gelöst wird, nimmt Vanadium tatsächlich eine Vielzahl intensiver und leuchtender Farben an : violett, gelb, blau, grün…

Ein Metall mit vielfältigen Anwendungen

Obwohl Vanadium scheinbar unbekannt ist, reicht seine Verwendung bis ins Mittelalter zurück. Damals wurde es hauptsächlich in der Metallurgie verwendet : man findet es insbesondere im gehämmerten Stahl der berühmten Muster der Damastklingen. Erst ab dem 20. Jahrhundert wurde es in Legierungen für Hochtechnologiebranchen und die Rüstungsindustrie eingesetzt. Schon in kleiner Menge zu einem anderen Metall hinzugefügt, ergibt Vanadium eine feste und dabei außergewöhnlich leichte Legierung.

Es ist anzumerken, dass es häufig mit Stahl kombiniert wird für die Herstellung von Zahnrädern, Fahrrädern, chirurgischen Instrumenten… Aber auch mit Aluminium oder Titan legiert wird, um in bestimmten Strahltriebwerken verwendet zu werden.

Aber was Vanadium zum möglichen « Metall von morgen » macht, ist natürlich die große Rolle, die es in der Revolution der erneuerbaren Energien spielen könnte. Es stellt nämlich ein Energiereservoir mit hohem Potenzial dar : Vanadium ermöglicht die Schaffung von Redox-Flow-Batterien, deren Energiespeicherkapazitäten enorm sind. Das würde der Welt ermöglichen, sich endlich von Gas und Kohle zu befreien, dadurch die Emission von Treibhausgasen zu reduzieren und zugleich die nachhaltige Entwicklung zu fördern.

Richtig eingesetzt wird Vanadium so zur Entstehung eines Energiemarktes beitragen, der nicht nur effizienter, sondern auch sicherer und umweltfreundlicher ist.

Förderung und weltweite Reserven

Vanadium ist also ein Metall voller Versprechen, doch wie steht es um seine derzeitige Förderung ? Zu den Ländern, die aktuell das Angebot dominieren, zählen Russland, China, Südafrika und die Vereinigten Staaten. Was die weltweiten Reserven betrifft, besteht bei Vanadium nur ein moderates Risiko eines Mangels. Hauptsächlich, weil dieses Metall in großen Mengen in Industrieabfällen vorhanden ist : Bergbauabfälle, alkalische Abfälle (Rotschlämme, Stahlwerkschlacken…), Bau- und Abbruchabfälle…

Viele Experten behaupten übrigens, dass diese Abfälle fast 43 % der jährlichen Vanadiumproduktion liefern könnten. Das Problem liegt darin, dass es noch kein Verfahren gibt, um es aus Industrieabfällen zu extrahieren. Die Spezialisten arbeiten jedoch an zahlreichen Lösungen, um dies möglich zu machen.

 

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