König der Metalle, Kupfer ist allgegenwärtig. Es findet sich ein wenig überall in unserem Haus, in unseren Autos, in den Elektrokabeln zur Stromversorgung und manchmal sogar an unserer Kleidung. Nickel hingegen stammt aus rostfreiem Stahl und Superlegierungen. Diese beiden Industriemetalle kommen auf indonesischem Boden reichlich vor und wecken großes Interesse.
Der Kampf um die Minen geht weiter
Obwohl die Bergleute ihre Tätigkeit wieder aufgenommen haben, ist der Kampf um die Minen noch lange nicht vorbei. In Indonesien gibt es nicht nur die Kupferminen, die Investoren, sondern auch solche des Nickels.

Im Nordwesten Neukaledoniens streiten die lokale Regierung und die amerikanische Gesellschaft Freeport-McMoran um die Grasberg-Mine, ein riesiges Kupfervorkommen. Um von seinen natürlichen Ressourcen zu profitieren, möchte Jakarta wieder das Ruder übernehmen und die indonesische Tochtergesellschaft von Freeport kontrollieren.
Es sei daran erinnert, dass das amerikanische Bergbauunternehmen nach einem 1991 unterzeichneten Abkommen, das sich über rund dreißig Jahre erstreckt, die größte Goldreserve sowie die drittgrößte Kupferreserve der Welt fördert.
Neue Regelung für indonesische Minen
Freeport und der indonesische Staat haben lange am Verhandlungstisch diskutiert, wobei der amerikanische Riese im vergangenen Jahr schließlich 10,6 % seiner lokalen Tochtergesellschaft abtrat. Er dürfte denselben Prozentsatz vor 2019 noch aufgeben müssen, doch Jakarta änderte Anfang 2017 die Regeln.
Um weiterhin seine Erze exportieren zu können, dürfte Freeport nur 49 % der lokalen Tochtergesellschaft behalten. Da diese neue Regelung seine Rechte beeinträchtigt, droht die Firma, ein Schiedsgericht anzurufen, sofern die beiden Parteien keine Lösung für den Konflikt finden. In der Zwischenzeit hat die indonesische Tochtergesellschaft ihre Produktion erheblich reduziert.
Nach neuesten Meldungen scheinen das nordamerikanische Bergbauunternehmen und die indonesische Regierung einen Kompromiss gefunden zu haben. Eine Vereinbarung, die dem weltweiten Spitzenproduzenten erlauben wird, seine Exporte von Konzentraten wieder aufzunehmen. Er hat sich außerdem verpflichtet, Verarbeitungsanlagen im Land einzurichten.
Derzeit stehen sie in intensiven Verhandlungen, und der indonesische Staat beansprucht weiterhin 51 % der riesigen Grasberg-Mine. Eine Strategie, die er auch für die Nickelminen in Indonesien anwendet.
Auswirkungen des indonesischen Konflikts auf den Kupfermarkt
Die jüngsten Betriebsunterbrechungen haben die größte Kupfermine der Welt in Escondida in Chile, die vom anglo-australischen Konzern BHP Billition geleitet wird, lahmgelegt. Gleiches gilt für die peruanische Mine CerroVerde. Diese Konflikte haben die Kupferkurse an der London Metal Exchange nach oben getrieben.

Beobachter aus der Welt der Finanzmärkte gehen davon aus, dass sich die Lage in Indonesien beruhigen und die Streiks schließlich aufhören werden. Die Lieferungen könnten dann wieder aufgenommen werden. Während die London Metal Exchange eine Rückkehr zur Normalität und einen Anstieg des weltweiten Angebots vorhergesagt hat, sind die Nickelkurse gesunken. Dennoch folgt es der Entwicklung des Kupfers, da seine Verwendung in der Industrie komplementär ist.
In Neukaledonien wird die Produktion des grauen Metalls von der SLN und KNS sichergestellt. Allerdings ist Indonesien skeptisch, da der nationale Produzent Antam die Genehmigung erhalten hat, in den nächsten 12 Monaten 2,7 Millionen Tonnen Nickelerz zu exportieren. Das bedeutet ein Wachstum des Angebots.