Wir wissen es alle, Metalle werden in vielen Bereichen stark eingesetzt, darunter die Elektronik, die Automobilindustrie und die erneuerbaren Energien. Aber es gibt auch die Rüstungsindustrie, die stark von bestimmten Metallen und Seltenen Erden abhängig ist. Die Ressourcen beginnen sich zu erschöpfen, was die wichtigsten Akteure der Rüstungsindustrie beunruhigt. Details.
Rüstung, ein lebenswichtiger Bedarf an Erzen
Viele wissen es nicht, aber die Rüstungsindustrie ist sehr abhängig von bestimmten Metallen und Seltenen Erden. Zu den Kampfmitteln, die am meisten Erze verbrauchen, gehören Jagdflugzeuge und Raketen. Nehmen wir zum Beispiel die Rafale-Kampfflugzeuge von Dassault, deren Flügel aus Titan gefertigt sind. Ganz zu schweigen von ihren Triebwerken, die Nickel und Kobalt enthalten, oder von ihren elektro-optischen Systemen, die nicht ohne Neodym und Yttrium auskommen können, zwei Mineralien der Familie der « Seltenen Erden ».

Bei Raketen wiederum kommt man nicht ohne Titan aus, aber auch nicht ohne Nickel, Kupfer, Kobalt oder Neodym, Tantal sowie andere Metalle und Seltene Erden. Die Panzerung von Panzern erfordert den Einsatz von Wolfram. Schließlich benötigen die Gefechtsköpfe von Raketen bei ihrer Herstellung zwingend Tantal. Das sind nur einfache Beispiele unter vielen anderen. All dies soll zeigen, dass der Rüstungssektor wirklich von Metallen und Seltenen Erden abhängig ist.
Welche strategischen Metalle sind von Ressourcenerschöpfung betroffen ?
Die Besorgnis über eine mögliche Knappheit strategischer Metalle ist nicht neu. Vor 7 Jahren gründete Frankreich den Comes, ein Ausschuss für strategische Metalle, der das Ziel hat, einen « Ort des Dialogs und der Reflexion sowie eine beratende Kraft gegenüber dem für Bergbau zuständigen Minister bei der Ausarbeitung und Umsetzung der Politik zur Verwaltung strategischer Metalle » einzurichten. Seither vereint der Ausschuss alle Hauptakteure der Industrien, die eng von Metallen abhängig sind. Für Frankreich sind das große Luftfahrt-, Raumfahrt- und Marinekonzerne wie Safran, Airbus Defense oder Naval Group.

Ebenfalls im Jahr 2011 hatte die Europäische Union eine Liste der sogenannten « kritischen » Metalle erstellt. Dabei handelt es sich um Erze, die von Knappheit bedroht sind, obwohl sie in mehreren Sektoren unverzichtbar sind und nicht nur im Rüstungsbereich. Nach Angaben der Europäischen Kommission wurden « 39 Rohmaterialien als unerlässlich für die Produktion von Verteidigungssystemen und deren Komponenten identifiziert ». Der Bericht fügte außerdem hinzu, dass derzeit 16 Metalle von der EU als « kritisch » eingestuft werden: Kobalt, Platin oder auch Palladium.