Wenn China lange Zeit der größte Goldbesitzer aller Länder war, gibt es seinen Platz an Russland ab. Im Januar hat Russland 0,6 Millionen Unzen Gold erworben, um seine Reserve aufzustocken. Das entspricht 19 Tonnen. Seitdem besitzt es 1 857 tonnes de métal jaune, ein Vermögen geschätzt auf 80 Milliarden Dollar. Die Russen können sich über diese Nachricht freuen, denn das wird ihre Währung stärken.
Außerdem setzt die Regierung auf diesen Vermögenswert, um sich gegen die Risiken im Zusammenhang mit Wechselkursschwankungen und Sanktionen abzusichern.
Russland besitzt die größten Bestandsanteile an Reserven in den USA
Im Moment werden Russlands Goldreserven auf 454 Milliarden Dollar geschätzt. Ein Wert, der sich den 500 Milliarden nähert, dem Endziel des Landes. Zumal sich deren Struktur im letzten Jahrzehnt weiterentwickelt hat. Der Goldanteil allein hat sich vervierfacht.

Tatsächlich verfolgt Russland eine aggressive Ankaufspolitik von Gold auf den Weltmärkten. Kein Wunder, denn es ist dem Land gelungen, China zu überholen, einen weiteren wichtigen Investor, der ausschließlich auf dieses strategische Gut setzt.
Was die in den Vereinigten Staaten gelagerten Goldreserven betrifft, sind die russischen die größten. Insgesamt gehören ihm die 8 000 tonnes en stock. Deutschland hat seinerseits 3 000 Tonnen angehäuft, während Italien und Frankreich jeweils 2 500 Tonnen besitzen.
Es ist zu beachten, dass die Industrieländer dazu neigen, etwa 30 % ihrer Devisenreserven in Gold umzuwandeln.
Gold, ein einzigartiges Anlagegut
Im wirtschaftlichen Bereich hat das gelbe Metall keinen Vergleich. Es ist das einzige und alleinige Anlagegut, das seinen gesamten Wert behält, selbst in Krisenzeiten. Daher sein Status als sicherer Hafen. Als Schutzmaßnahme häufen die Länder daher Gold an. Gleichzeitig ermöglicht es, Geld zu verdienen. Mit genügend Goldreserven kann ein Land tatsächlich sehr gut auf jede Fremdwährung verzichten.
Was seine Funktion als Versicherung gegen Sanktionen betrifft, hat die iranische Lage dies bestätigt. Als der Iran von den härtesten Sanktionen getroffen wurde, hörte Teheran nicht auf, Öl gegen Gold zu verkaufen.

Da der Metallpreis weiter steigt, hat der Wert des Goldes in den russischen Reserven um 27 % zugenommen. Er stieg somit von 60,2 auf 76,6 Milliarden Dollar. Andererseits ist der Ankauf von monetärem Gold eine weitere Alternative zur nationalen Goldabbauindustrie. Es sei darauf hingewiesen, dass Russland das gelbe Metall in seinem eigenen Hoheitsgebiet bezieht, das etwa 300 Tonnen pro Jahr produziert. Es ist zu wissen, dass zwei Drittel dieser Produktion direkt an die russische Zentralbank abgeführt werden.