Auch wenn diese Entdeckung tatsächlich dem Zufall zuzuschreiben ist, bleibt die Nachricht in der Welt der Metalle dennoch sehr bedeutend. Die Menge des entdeckten Metalls ist besonders beeindruckend, und die Ausbeutung dieser Lagerstätte dürfte zahlreiche Länder interessieren. Zunächst steht die Einschätzung der Größe dieser Mine an.
Mangan soweit das Auge reicht
Die Meeresforscher, die diese Entdeckung gemacht haben, konnten kaum glauben, dass die großen Brocken am Meeresboden tatsächlich Manganstücke waren. Die Untersuchung eines der Gesteine zeigte, dass diese Entdeckung großes Interesse wecken würde. Die unterseeischen Lagerstätten wären damit viel größer, als man bisher angenommen hatte.
Die Fotografien der Felsanhäufungen, die Mangan enthalten, wirken verblüffend, so riesig sind sie. Selbst wenn Fachleute bereits Funde von Gesteinen wie Kobalt oder Zink gemacht haben, ist ein Vorkommen dieser Größe ein echtes Ereignis, das seit Jahrhunderten in viertausend Metern Tiefe vorhanden ist.
Bald die Abbaugenehmigung ?
Diese Nachricht könnte einen Wettlauf zwischen den verschiedenen Ländern auslösen, um als Erste das Recht zu erlangen, von diesen unterseeischen Lagerstätten zu profitieren. Viele besitzen bereits eine Erkundungsgenehmigung, vor allem zu historischen und Forschungszwecken, aber fern von industrieller Nutzung. Die Anträge dürften daher in Kürze bei l’Autorité Internationale des Fonds Marins eingehen, die diese besonders wertvollen Ressourcen verwaltet. Nur sie wird beurteilen können, was sie angesichts einer derart großen Menge an Rohstoffen zu planen vermag.
Im Bewusstsein des Potenzials einer solchen Entdeckung sollte man daran denken, die mit einem Bergbau verbundenen Verschmutzungsrisiken vorzumerken. L’Autorité Internationale des Fonds Marins hat die Aufgabe, die Ozeane sowie die vorhandene Fauna und Flora zu schützen. Es zeichnet sich daher eine Debatte ab zwischen denen, die der Ansicht sind, dass es in einem Kontext von Knappheit für einige von ihnen unerlässlich ist, diese Ressourcen auszubeuten, und denen, die den Schutz der Umwelt für wichtiger halten. Dieses berühmte Mangan wird sehr wahrscheinlich im Atlantischen Ozean verbleiben.

